Tag 12: Say Amed hello, Ubud goodbye

Irgendwann muss es ja mal weitergehen, und das ist heute. Wir verlassen die Gastlichkeit der ubudschen Reisfelder und rollern knapp 3 Stunden gen Amed, ein noch nicht vollständig von Touristen überschwemmtes Küstenörtchen („Städtchen“ wäre übertrieben) am Ostrand Balis. Amed (spricht man, wie viele Worte hier, mit Betonung auf der letzten Silbe, also A-Mett) ist bekannt und beliebt für seine schönen Schnorchel- und Tauchspots, und darum muss Rob da natürlich hin 😉.

Wir hatten vorab eine Location ausgesucht, die nicht direkt am Wasser liegt sondern eher etwas zurückgezogen in den Bergen, denn wir wollten auch etwas Ruhe haben und dennoch eine schöne Aussicht auf das Meer. Wie sich herausstellte, gibt es das zwar, ist aber nicht ganz einfach zu finden und geschenkt ist das „Mathis Lodge“ erst recht nicht. Diese edle und luxuriöse 5-Sterne-Bungalow-Anlage, 3km den Berg hinauf, ist zwar für deutsche Verhältnisse immer noch ein Schnapper, als Balinese kommst Du hier aber wohl nur her, wenn Du drei Mal hintereinander im Lotto gewonnen oder eine Niere verkauft hast. Dann aber erwartet Dich bei der Ankunft mit dem „Shuttle“, einem robusten Golfkart für 4-6 Personen, ein Angestellter mit ausgesuchter Höflichkeit und außerdem eine 5-minütige Nacken-Massage, weil die Anfahrt bestimmt sehr anstrengend war… Klingt jetzt ziemlich dekadent (ist es auch irgendwie), allerdings stimmt es auch ein bisschen: Der „Pickup Point“ am Fuß des Berges, bei der Hauptstraße, bietet Parkplätze, um Deinen Roller oder Dein Auto abzustellen. Alle Stunde geht dann das kostenlose Shuttle, bei dem einer der „speziell trainierten“ Fahrer Dich die 3km zur Lodge hochbringt. Warum fährt man die paar Kilometer nicht selbst hoch, ist doch wohl lächerlich! Ja, denkste! In der Hotel-Beschreibung wird die Strecke als „steep and bumpy“ beschrieben, also steil und uneben – ich hätte ja noch „rocky and deadly“ hinzugefügt 😯. Wir haben versucht, die Fahrt zu filmen, aber kein Bild kann wiedergeben, was wir auf dieser Strecke erlebt haben… Ich traue mir ja schon ein bisschen Rollerfahren zu, aber hier war ich schon froh, dass ich die Fahrt nicht selbst machen musste: gerne mal 35° Steigung, Schlaglöcher tief und breit wie der Marianengraben und Asphalt / Beton gab´s die letzten 1,5km wohl nicht mehr. Kein Wunder, dass die Fahrt selbst mit einem routinierten Fahrer 20 Minuten dauert!

Bist Du aber glücklich oben angekommen, belohnt Dich die Aussicht, die Natur und die Ruhe für alles und wir sind froh, dass wir hier gleich für eine knappe Woche eingecheckt haben:

Viel mehr, als unsere naturnah-rustikal nachempfundene Hütte und ein Abendessen im offenen Restaurant zu genießen, schaffen wir dann aber heute auch nicht mehr.

Das Mathis Lodge in den Bergen Ameds:

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