Sonntag: Bali ist unserer deutschen Zeitzone 7 Stunden voraus. Das heißt, wir kamen abends gegen halb sieben an, rechtzeitig zum Sonnenuntergang, aber unsere inneren Uhren standen auf halb zwölf mittags. Wegen durchgemachter Nacht im Flugzeug fehlte uns aber soviel Schlaf, dass wir dann doch nur noch einen kurzen Strandspaziergang schafften und knapp 12 Stunden schliefen. Das wirklich fantastische Frühstücksbuffet haben wir aber zum Glück noch erlebt…
Nun beginnt er also, unser erster richtiger Urlaubstag auf Bali, und wir laufen erstmal am Strand spazieren und erkunden die Gegend um unser Hotel. Um ehrlich zu sein: das war etwas ernüchternd. Wir waren zwar gewarnt worden, dass es hier auch einige ordentlich vermüllte Ecken gibt, aber dass das auch gleich unseren Strand betrifft und die Straßen in unserer Umgebung, das hatten wir nicht erwartet. Nicht sehr schön, aber auch das gehört zu den Erfahrungen, wenn man ein neues Land erleben will – wir nehmen das so mit. Aber selbstverständlich gab es auch viel Schönes und Interessantes zu sehen:
Zwei verschwitzte Stunden später sind wir kurz im Hotel, um Gudruns selbst gekaufte Offerings hinzustellen. Sie wollte eigentlich ein einziges kaufen für höchstens 5000 Rupien (mehr dürfen die auch nicht kosten, das sind etwa 25-30 Cent) und zeigte also fünf Finger. Was bekam sie also? Fünf Offerings, auch für 5000! 🤣

Es ist Nachmittag, und wir wollen noch etwas mehr von der Gegend sehen – was also tun wir? Klar, uns einen Motorroller mieten! Geht unkompliziert ganz in der Nähe, und schon cruisen wir für die kommende Woche mit einer 160ccm Honda umher. Unser Ziel für heute: wir wollen das Dream Sea Hotel sehen. Das hatten wir uns bei unserer Urlaubsplanung als erstes ausgesucht: klein, persönlich und direkt am Wasser gelegen. Leider war es schon ausgebucht und ist schlecht zu erreichen, aber wir hatten uns verliebt und wollten es nun wenigstens mal in echt sehen. Die 15km Fahrt dahin waren tatsächlich etwas abenteuerlich, haben aber riesig Spaß gemacht und es hat sich gelohnt!
Der Rückweg mit dem Roller war etwas herausfordender, aber machbar: inzwischen war es dunkel geworden und nun war richtig was los auf den Straßen! Wir haben verstanden, was heißt, wenn es heißt: fahr nicht mit dem Auto in Denpasar! Weil Du mit dem Roller quasi ein Gesetzloser bist und Verkehrsregeln für Dich keine Bedeutung haben (also wie ein Radfahrer in Deutschland 😉), kannst Du Dich im Stau überall durchmogeln, rechts und links die Autos überholen, auch mal über die Gehwege fahren und schnell mal mitten auf der Straße wenden. Die Autos sind dagegen groß und schwerfällig, sie haben keine Wahl als hintereinander zu warten, dass es ein bisschen vorwärts geht. Never ever ein Auto mieten – das können wir voll und ganz unterschreiben!
Und hier ist das Dream Sea, es liegt schon auf der Bukit (die kleine Halbinsel am südlichen Zipfel von Bali):


















